Die Neue Osnabrücker Zeitung hat einen neuen Medienkompetenz-Workshop für Grundschüler konzipiert und im Rahmen der Osnabrücker Buch- und Lesewochen ausprobiert. Nach dem gelungenen Auftakt kann der Workshop „Oles Fakten-Detektive“ nun von Schulen angefragt werden. Je nach Kapazität wird Bastian Klenke, Redakteur und Podcast-Host von „Ole schaut hin“, das Angebot mit Unterstützung aus dem Medienhaus umsetzen. (Fotos: Emmi Steiner)
Mit der Frage „Wie viel Detektivarbeit steckt in gutem Journalismus?“ und mit Ermittlungsakten für jedes Kind unter dem Arm treffen sich Bastian Klenke und zwei Kolleginnen aus dem Medienhaus mit Grundschulkindern zum Workshop.
Kurz & Knapp
- Dauer: 90 Minuten
- Format: Stationsarbeit in spielerischer Form
- Material: 4 Stellwände, Ermittlungsakte für die jungen Detektive, Kinderseiten und vorbereitete Aufgaben für die Stationen
- Thema: Manipulationen an Text und Bild im Journalismus
- Betreuung: Stationen müssen betreut werden
Details
Einstieg in den Workshop: Zur Einführung ist Bastian Klenke mit den Kindern über Wahrheit und Lüge ins Gespräch gekommen. Hier dienten Fragen aus den „Ole schaut hin“-Podcastfolgen für das Spiel „Was ist wahr und was ist falsch?“. Danach galt es, die Dinge aus dem Alltag der Kinder in die Welt der Medien mit Internet und Social Media zu übertragen. Hierfür waren bspw. Ole-Kinderseiten aus der Zeitung nachträglich bearbeitet und mit Fakes versehen worden, die es zu entdecken galt.
4 Stationen im Wechselbetrieb:
- Überschriften: reißerische Schlagzeigen mit einem Artikel von der Ole-Kinderseite vergleichen
- Bilder: Fehler in einem Bild finden, digitale Bild-Bearbeitung erkennen
- Quellen: Wer sagt was? Fragen an NOZ-Expert*innenen von Fakes unterscheiden
- Falschnachrichten: Stille Post spielen mit Lokalnachrichten, die in einem Satz zusammengefasst wurden – spüren, wie schnell sich Informationen bei der ungeprüften Weitergabe verändern

8-seitige Ermittlerakte als Material: Die Kinder konnten für sich eine Ermittlerakte (Name des Ermittlers, Detektiv-Codename, Foto selbst zeichnen) ausfüllen. Konnten sie nach jeder Station ein Lösungswort eintragen, hatten sie sich einen Ole-Detektiv-Ausweis zum Ausschneiden verdient.

So geht es weiter
Der Workshop ist auf Anfrage durch die Buch- und Lesewochen entstanden. Intern wird noch über die konkrete Fortführung entschieden. Klar ist bereits: „Wir sind offen und können uns vorstellen, das Angebot hin und wieder zu stemmen. Ein paar lose Anfragen gibt es bereits. Mal sehen, wie viele Anfragen uns von Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen erreichen“, sagt Bastian Klenke.
Der erste Durchlauf ist geglückt und hat in Vorbereitung und Durchführung Spaß gemacht. Das flexible Konzept gibt es zudem her, das Angebot anzupassen – es schlanker oder auch umfassender zu gestalten.
Kontakt: b.klenke@noz.de




