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SZ: „Festival der klugen Gedanken“ macht Journalismus erlebbar

Zwei Tage, drei Bühnen, 33 Programmpunkte, mehr als 1000 Teilnehmende: Das war Mindpop der Süddeutschen Zeitung am 8. und 9. Mai 2026 in München, oder wie die SZ es selbst nennt: das „SZ Live Mindpop Festival – Das Festival der klugen Gedanken“. In den Bavaria Studios setzte die SZ auf Live-Journalismus ausdrücklich für junge Zielgruppen.

Das Festival richtete sich, so Martin Langeder, Head of Zielgruppen bei der Süddeutschen Zeitung, an Menschen zwischen 25 und 45 Jahren. Langeder beschreibt das Ziel so: „Eine junge, urbane Zielgruppe mit einem Live-Event zum Journalismus zu bringen.“

Die Ticketpreise lagen zwischen 35 und 79 Euro, als Tagespass oder Festivalticket für beide Tage. Rabatt gab es für Abonnent*innen der SZ, Studierende und Menschen in Ausbildung. Inhaltlich ging es um Politik, Gesellschaft, Klima, Feminismus, Künstliche Intelligenz und Popkultur – also um Themen, die zur SZ passen, aber in einer anderen Form erzählt wurden als in Artikeln oder Podcasts.

Foto: Andi Huber

Warum das Festival anders angelegt war als andere SZ-Veranstaltungen

Mindpop sollte nicht wie eine klassische Veranstaltung eines Zeitungshauses wirken. Schon das Marketing für das Festival nutzte bewusst andere Kanäle, u.a. durch eine Kooperation mit Ego FM, einem Radiosender für junge Zielgruppen in München, und dem Veranstaltungsportal „Rausgegangen München“. Zusätzlich gab es eine Plakatkampagne im Stadtbild und einen eigenen visuellen Auftritt, der zur SZ passte, sich aber zugleich von der Kernmarke unterschied.

Auch die Wahl der Bavaria Studios als Veranstaltungsort war Teil dieser Logik. Das Gelände beherbergt ein gut etabliertes Bookstock-Festival in München und bietet Raum für mehrere Bühnen und Festivalatmosphäre zwischen den Programmpunkten. Mindpop war damit nicht nur eine Abfolge journalistischer Inhalte, sondern ein Erlebnisraum rund um die Marke SZ.

Was Live-Journalismus bewirken kann

Was die Veranstaltung erneut deutlich gemacht habe: „Wir begeistern die jungen Menschen, auch diejenigen, die noch kein Abo haben“, fasst es Langeder zusammen. Live-Events können, so die Überlegung der Süddeutschen Zeitung, ein zusätzlicher Kontaktpunkt sein: Wer journalistische Inhalte im Feed sieht, Podcasts hört oder einzelne Journalist*innen kennt, kann die Marke vor Ort erleben.

Für die SZ ist das auch deshalb relevant, weil sich bei anderen Veranstaltungsformaten bereits gezeigt hat, dass Menschen ohne Abo bereit sind, für Live-Journalismus ein Ticket zu kaufen.

Die Anziehungskraft von Editorial Brands spiele ebenfalls eine Rolle. Langeder nennt Sina-Maria Schweikle, Ronen Steinke und Vivien Timmler als Beispiele, die auf Social Media und in Podcasts die Marke SZ mit ihrer Fachexpertise für neue Zielgruppen bekannt machen. Bei Live-Formaten erleben die Besucher*innen nicht nur Themen und die Marke, sie können auch Personen begegnen, deren Texte sie lesen, deren Videos sie sehen oder denen sie in Podcasts zuhören.

Foto: Andi Huber

Mindpop als Baustein einer größeren Zielgruppenstrategie

Die Premiere von Mindpop war ein gelungenes Zusammenspiel von Redaktion und Verlag, hier ist zuallererst Stefanie Maier und das Veranstaltungsteam zu nennen. Aktuell werde der erste Durchgang von Mindpop intern evaluiert und über eine Fortsetzung diskutiert, so Langeder. Parallel arbeitet die SZ daran, Themen für jüngere Zielgruppen gezielt in der redaktionellen Planung mitzudenken. Social, Video und andere Ausspielwege werden demnach bereits bei Konzeption, Recherche und Produktion berücksichtigt. Neben der Strategie für Social und Video, Podcasts, einem U30-Abo und redaktionellen Projekten, in denen jüngere Themen und Perspektiven gezielter entwickelt werden, hat Mindpop jedenfalls das Potenzial, zu einer weiteren wichtigen Kontaktfläche der SZ mit jungen Zielgruppen zu werden.

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