Das Projekt Volo-Band der Demokratie in Bayern startet nach den Sommerferien in eine neue Runde. Die Augsburger Allgemeine, eines von vier Medienhäusern, die das Projekt initiiert haben, hat während der Sommermonate die Werbetrommel gerührt. Ziel ist es, dass die Volontär*innen als Demokratiebotschafter*innen auch im nächsten Durchlauf mit vielen Schüler*innen über Medien und Journalismus ins Gespräch kommen. Verena Wengert, Ausbildungsreferentin an der Günter Holland Journalistenschule, hat mit jule über die Erfahrungen der Nachwuchsjournalist*innen mit dem Projekt gesprochen. (Foto: Hans-Joachim Winckler)
Seit dem Start des Projekts waren die spezielle geschulten Volos der Augsburger Allgemeinen in 25 Klassen zu Gast. Dort entwickelten sie Medienkompetenz und Demokratieverständnis mit den Schülerinnen und Schülern. Für das nächste Schuljahr liegen bereits drei Vormerkungen auch Schulen vor. Und auch der neue Volo-Jahrgang hat ein Onboarding fürs Projekt bekommen.
Bei jedem Besuch haben die Volos ein Schwerpunktthema dabei, das die Lehrkraft zuvor ausgewählt hat. Einen Einblick in diese Besuche liefern die Volos auf der Website des Projekts. „Am häufigsten werden die Themen Fake News und Desinformation angefragt. Sehr gut nachgefragt sind außerdem Debattenkultur sowie der Zusammenhang zwischen Journalismus und Demokratie“, sagt Verena Wengert, Ausbildungsreferentin an der Günter Holland Journalistenschule. Auf einer Sonderseite in der Tageszeitung gewähren die Nachwuchsjournalist*innen einen Blick ins Projekt, zeigen, wie Lehrkräfte die Volos in den Unterricht einladen können und stellen die fünf Schwerpunktthemen vor.
„Die Volontär*innen berichten sehr häufig von neugierigen und engagierten Schüler*innen. Besonders gut kommen die praktischen Übungen an, vor allem beim Thema Fake News“, sagt Verena Wengert. Gleichzeitig zeige jeder Schulbesuch, wie groß der Bedarf an Medienbildung sei: „Es fehlt oft an Grundlagenwissen zu Medien und Zeitungen sowie an Sicherheit im reflektierten Umgang mit sozialen Netzwerken. Das bestärkt uns darin, das Projekt fortzuführen,“ sagt Verena Wengert.
Auch deshalb hat das Team ein Interview mit der Professorin Friederike Herrmann von der Universität Eichstätt-Ingolstadt veröffentlicht. Darin erfahren Lesende vom Potenzial der Medienbildung: Die Professorin erläutert, warum Journalismus sich heutzutage mehr erklären muss; warum Schulen ein guter Ort sind, um jungen Menschen Medien- und Informationskompetenz zu vermitteln und warum Studierende einen guten Draht zu Schüler*innen finden.
Das ist das Projekt
Volontär*innen der Augsburger Allgemeinen, der Mediengruppe Allgäuer Zeitung, der Mediengruppe Main-Post und der VNP | Verlag Nürnberger Presse besuchen seit 2024 auf Anfrage Schulklassen. Im Unterricht sprechen sie mit Schüler*innen auf Augenhöhe über Nachrichten, Zeitung, Medien, Demokratie und Journalismus. Lehrkräfte wählen vorab einen Schwerpunkt aus diesen aus: Desinformation, Digitale Empathie, Gegenrede, Debattenkultur, Journalismus, Demokratie und Du.
Interessierte Medienhäuser können mitmachen und auf das Volo-Band aufspringen. Die Medienhäuser teilen Idee und Wissen, damit andere Medienhäuser Zeit sparen und gleich anfangen können.
Kontakt: GHJS im Internet sowie Verena.Wengert@augsburger-allgemeine.de




